Posts mit dem Label Lettland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Lettland werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 22. Juni 2012

Ungurmuiza, Gut Orellen, Lettland



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Die morgendliche Runde um den See habe ich absolviert, ein neuer Ausflug muss her, ich brauche Abwechslung. Jürg hat mir das Ungurmuiza (Gut Orellen, Barock) wärmstens empfohlen, also fahre ich dort heute mal hin. Es ist unbeschreiblich schön, wie ihr auf den Fotos sehen könnt. Wie er würde ich auch sofort da einziehen. Als ich ankomme, leicht durchgefroren, begrüsst mich die Dame des Hauses und als sie sieht, dass ich friere bietet sie mir an einen Tee für mich zu kochen. Auf dieser Ecke von Lettland sind die Leute wirklich alle sehr freundlich und hilfsbereit. Sie serviert mir den Tee dann ganz hochherrschaftlich im ehemaligen Zimmer des Hausherren. Das Herrenhaus ist das letzte erhaltene Holzhaus dieser Art in Lettland. Es wurde zusammen mit einer schwedischen Spezialistentruppe restauriert. Es ist zwar noch lange nicht fertig, aber im jetzigen Zustand ist zumindest der weitere Verfall gestoppt. Die ganze Atmosphäre ist einfach toll. Der Garten ist wunderschön angelegt und die Ausstrahlung des Anwesens ist einmalig. Ich kann mir richtig vorstellen wie es dort gewesen sein muss als die Leute mit Pferdekutschen dort vorgefahren sind. Es passt ganz gut zu meiner aktuellen Lektüre, Tolstoi, Krieg und Frieden.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~







Donnerstag, 21. Juni 2012

Cesis, Lettland

Heute mache ich einen Ausflug nach Cesis. Es scheint ich habe genug gefaulenzt und gepaddelt, etwas Abwechslung muss her. Die Stadt ist sehr hübsch und in großen Teilen restauriert. Es gibt eine tolle alte Burgruine zu besichtigen. Der Ausflug passt zum Wetter. Es ist etwas bewölckt und nieselig, glücklicherweise regnet es nur kurz während ich ein Dach über dem Kopf habe. Die Burgruine ist echt gigantisch. Es macht viel Spass mit der kleinen Laterne durch die dunklen Türme zu klettern. Das wäre in Deutschland natürlich undenkbar, viel zu gefährlich... hier darf man glücklicherweise noch selber ein bisschen Verantwortung für sich übernehmen. Das ermöglicht eine ganz andere Art Erlebnis. Bezüglich der Grenzen die mit die Software dieses Blogs auferlegt stosse ich langsam an die Grenzen meiner Geduld. Es könnte alles so schön sein, aber das Ding macht einfach was es will.





Sonntag, 17. Juni 2012

Apalkalns, Cesis, Lettland



Weit bin ich nicht gekommen, musste ich aber auch gar nicht um diese Perle von einem Campingplatz (www.apalkalns.lv) zu finden. Gleich beim ersten Blick über den Hügel entspannt man sich ganz von selbst. Die Anlage ist liebevoll angelegt und viele der Wohnmobilstellplätze haben eine eigene Holzterrasse, die sogar mit privatem Grill ausgestattet sind. Das Beste ist allerdings, dass ich einen Stellplatz ganz am Ende der Anlage ergattern kann. Sie ist an meinem kleinen Privatstrand gelegen und das erste was ich mache ist das Boot vom Dach zu holen. Ich muss es nur den kleinen Abhang hinunter ziehen und schon bin ich auf dem schönen Moorsee und kann eine Runde drehen. Es ist sehr ruhig, denn glücklicherweise ist laute Musik nicht erlaubt und die üblichen störenden Geräuschentwicklungen werden strickt auf die Zeit zwischen 12h und 13h beschränkt.

Ich treffe auch Sigrid wieder, ich hatte sie schon auf der Strasse Richtung Cesis gesehen. Wir beschliessen recht zügig, dass es toll wäre einen gemeinsamen Grillabend zu veranstalten. Für Alleinreisende lohnt es sich einfach nicht und wir stellen fest, dass wir beide schon den einen oder anderen neidischen Blick auf  die leckeren Grillteller der Nachbarn geworfen haben. Somit ist es beschlossene Sache und Sigrid bleibt einen extra Tag auf dem Campingplatz.






Kurz darauf bekomme ich einen neuen Nachbarn. Es ist Jürg aus der Schweiz, der zusammen mit seiner alten Hundedame Lara reist. Er ist schon weit im Baltikum herum gekommen und hat viele tolle Empfehlungen für mich. Da er selber ein Ruderer ist kennt er sich auch sehr gut mit den Seen und zugehörigen Campingplätzen in der Schweiz aus sodass ich einen kompletten Reiseplan für den späten Sommer in der Schweiz in der Tasche habe. Ich lade ihn kurzentschlossen zu unserer Grillparty ein und wir haben einen großartigen Abend mit vielen schönen Erzählungen. Die Nacht beschließen Sigrid und ich in der Küche beim Fussballspiel von Deutschland gegen Portugal. Ich habe meine Schüssel natürlich nicht zum Laufen gebracht...

Samstag, 16. Juni 2012

Gauja Nationalpark, Paddlers-Paradise


Endlich ist es getan. Das Boot schwimmt. Es geht auch trotz der erlittenen Strapazen nicht unter. Ich b in in Sigulda Plutmale gelandet. Eine Augenweide und großartige Erholung nach der Woche in der Stadt. Das Wetter ist bombastisch und der Cmapingplatz liegt direkt an der Gauja. Etwas störend ist, dass ich der einzige Besucher bin, was wohl an der frühen Stunde liegt und dass es keinen Zaun um das Gelände gibt. Die Vorstellung für einige Tage Waserwandern zu gehen und das Womo unbeaufsichtigt dort stehen zu lassen ist nicht besonders verlockend.


Da die Gauja sehr schnell fließt ist man auf ihr leider immer nur in einer Richtung unterwegs, gegen den Strom ist es sehr schwer anzukommen, also fällt regelmäßiges Paddeln flach. Aber es ist sehr schön sich dem guten Wetter hinzugeben und ein bisschen nix zu tun. Nach und nach füllt sich der Platz mit Leben und ich bleibe nicht die einzige Besucherin, was einen sehr beruhigenden Eindruck auf mich macht. Ich gehe noch auf eine ziemlich wilde Fahrradtour, bei der Empfehlung der Route wurde leider die Voraussetzung eines Montainbikes nicht erwähnt. Der Ausblick ist toll, aber der Preis war auf jeden Fall zu hoch. Ich bin ziemlich abgekämpft, kann dafür aber umso besser schlafen.


Am nächsten Tag treffen Alex und Alex ein. Sie haben einen drei Tages Paddel Trip gebucht und ich könnte mein Kajak mit aufs Auto schmeissen. Leider habe ich mich dagegen entschieden, die beiden waren wirklich sehr witzig und wir haben einen schönen abend miteinander verbracht. Nach zwei Tagen reise ich dann auch ab, im großen und ganzen überzeugte die Ausstattung des Campingplatzes nicht wirklich. Die Lage war zwar sehr schön, aber die Duschen und WC´s waren nicht besonders gepflegt und recht überteuert.